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WEB-TOURISMUS 2002


Umschlag Web-Tourismus 2002

Erfolg im Tourismus durch das Internet
von Dominik Rossmann und Rainer Donner

ISBN: 3-9808057-2-7

Bestellung von „Web-Tourismus 2002“

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS
VORWORT von Prof. Dr. Erwin Seitz
UNSER DANKESCHÖN
I. EINLEITUNG/RAHMENBEDINGUNGEN
Editorial
Ziel der Studie
Dimensionen des deutschen Urlaubermarktes
Das touristische Online-Marktpotential
Soziodemographische Nutzer-Struktur
Der Online Reisemarkt
Ecommerce
Ecommerce im Tourismus
Veränderungen in der Online-Präsenz von Touristikunternehmen
Touristische Zukunftstrends
II. BEFRAGUNG
Forschungsdesign
Zielgruppe
Studiendesign
Stichprobe
Aufbau des Fragebogens
Einstiegsfrage
Teil 1: Basisdaten
Teil 2: Angebotsleistung und -Nutzung von NTOs
Teil 3: Angebotsleistung und -Nutzung von Fremdenverkehrsämtern
Teil 4: Angebotsleistung und -Nutzung von Reiseveranstaltern
Teil 5: Angebotsleistung und -Nutzung von Reisebüros
Teil 6: Angebotsleistung und -Nutzung von Transportunternehmen
Teil 7: Angebotsleistung und -Nutzung von Beherbergungsunternehmen
Teil 8: Ecommerce
Teil 9: Zukunftsperspektiven
III. ZUSAMMENFASSUNG
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
Am Rande notiert
Impressum

Editorial:

Die vorliegende Studie, die sich mit Fragen und Problemen rund um das Thema Internet und Tourismus beschäftigt, geht inzwischen in das fünfte Jahr. Der große Erfolg und das rege Interesse geben dieser Untersuchung Recht. Als erste Trendstudie ihrer Art hat sich die Studie Web-Tourismus inzwischen etabliert und in der Branche einen Namen gemacht.


Web-Tourismus erhebt als erste und einzige Studie einmal jährlich Zahlen und Fakten auf Seiten der Touristikindustrie und betreibt daher rein anbieterorientierte Marktforschung. Somit bildet sie nicht nur eine ideale Ergänzung zu den zahlreichen nachfragerorientierten Studien, sondern liefert auch verläßliches und konkretes Datenmaterial über die Entwicklung des Ecommerce bzw. das touristische Online-Marktvolumen.


Kursierten in den letzten Jahren stets zahlreiche Gerüchte über den „gigantischen, touristischen Online-Markt“ weit jenseits der Milliarden DM-Grenze, so ist es Web-Tourismus am besten gelungen, diesen riesigen, teils unüberschaubaren, Online-Markt in seinen realen Größenordnungen abzubilden.
Schließlich nützt es niemand das Marktpotential fünf oder manchmal sogar zehn Mal größer als tatsächlich zu beschreiben. Wichtig sind valide vor allem aber verläßliche Größen, an denen sich die Industrie orientieren und mit denen sie planen kann. Die oftmals frappierende Diskrepanz der von Web-Tourismus gemessenen Daten mit den Veröffentlichungen anderer Studien mag mitunter an dem Unterschied zwischen anbieter- und nachfragerorientierter Marktforschung liegen, denn Web-Tourismus erhebt die tatsächlich realisierten Daten in der Branche und keine Schein-, Könnte-, Würde- oder Vielleicht-einmal-Zahlen. So hat Web-Tourismus auch dieses Jahr wieder den Markt genau unter die Lupe genommen und das Online-Marktvolumen erhoben sowie dessen Entwicklung beschrieben. In einem eigenen Kapitel wird näher darauf eingegangen.


Diejenigen, die diese Studie bereits aus den letzten Jahren kennen, werden auch heuer weitere Neuerungen vorfinden. Letztes Jahr wurde erstmals verstärkt der Sektor der Reiseveranstalter (RV) befragt, während in den Jahren zuvor die Nationalen Tourismus Organisationen (NTOs) hauptsächlich untersucht wurden. Außerdem kamen 2001 die Reisebüros (RB) und Transportunternehmen (TU) zur Stichprobe hinzu.
Auch dieses Jahr wurde die Stichprobe nicht nur quantitativ vergrößert. Als neue Kategorien wurden die Fremdenverkehrsämter (FVA) hinzugenommen, die im Grunde nur aus den NTOs herausgetrennt wurden, die Beherbergungsbranche, außerdem die touristischen Ausbildungsstätten sowie Experten mit einem starken touristischen Bezug (Berater, Fachpresse, Hard- oder Software-Lieferanten und andere touristische Dienstleister). Diese umfassende Erweiterung soll noch mehr die Bedeutung der Studie für die Touristikindustrie als Ganzes unterstreichen und zeigen, daß sich Web-Tourismus ausschließlich mit Aspekten der Anbieterseite befaßt.


Auch in Bezug auf den Fragebogen hat sich wieder einiges getan. Im Kern beruht die Befragung nach wie vor auf den Fragen der letzten Jahre, um auch weiterhin die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten. Auf Grund des erweiterten Teilnehmerkreises, hilfreicher Anmerkungen vergangener Jahre sowie neuen Trends wurde der Fragebogen jedoch durch sinnvolle Fragen ergänzt bzw. um einige Punkte gekürzt.


Erstmalig wurden in der Studie 2001 die sogenannten Praxis-Tips eingefügt. Der Erfolg dieser Maßnahme hat uns selbst überrascht und wir wollen uns auf diesem Wege nochmals für das viele Lob und die netten Briefe und Emails bedanken. Offenbar haben wir damit den Nerv der Zeit getroffen. Web-Tourismus will nicht nur eine neutrale und objektive Marktforschungsstudie bleiben, die den Status Quo der Branche ablichtet, sondern erhebt auch den Anspruch mit der jahrelangen Erfahrung und dem gesammelten Fachwissen den Lesern der Studie hilfreich und beratend zur Seite zu stehen. Mit den Praxis-Tips bietet Web-Tourismus somit einen wertvollen und erfolgssteigernden Zusatznutzen.


Empfehlungen für Praktiker

Ziel der Studie:

Ziel dieser Trendstudie ist es, in erster Linie den gegenwärtigen Stand des „Internet-Tourismus“ zu dokumentieren.


Unter anderem sind folgende Fragestellungen für die Web-Tourismus Studien von besonderem Interesse:


  • Wie groß ist das touristische Online-Marktvolumen heute und in 2005?

  • Wie groß ist das Online Marktvolumen in der Touristik und bei den Transportunternehmen?

  • Wie entwickelt sich das Verhältnis zwischen klassischen Reisevertrieb und dem Online-Direktvertrieb?

  • Welcher Stellenwert wird dem Internet jetzt und in Zukunft von touristischen Anbietern beigemessen?

  • Welche Vorstellungen hat die Touristikindustrie über ihre online anvisierten Zielgruppen?

  • Wer sind die Besucher von touristischen Websites und was erwarten sie auf diesen Reise-Webseiten?

  • Wie setzt sich das Angebotsspektrum (Inhalte und Services) von touristischen Webseiten - aufgeschlüsselt nach Branchen - zusammen?

  • Welche Bedeutung fällt dem touristischen Ecommerce zu?

  • Wie entwickelt sich der Online-Tourismus in den nächsten Jahren, und welche Bedeutung kommt dabei den Reisebüros zu?

  • Haben sich die (optimistischen) Prognosen der letzten Jahre bestätigt?


Gleichzeitig sollen durch Vergleiche der Vorjahresergebnisse Entwicklungen sichtbar gemacht werden. Sie können als Stimmungsbarometer in der Branche angesehen werden und dienen den Akteuren des Touristiksektors oftmals als wichtige Fakten- und Entscheidungsgrundlage.
Ziel ist es Online-Chancen und -Risiken zu erfassen, zu dokumentieren sowie zu bewerten. Erfolgreiche genauso wie weniger erfolgreiche Konzepte und Strategien werden erforscht sowie die touristische Online-Nachfrage dem tatsächlichen Online-Angebot gegenübergestellt und auf Diskrepanzen untersucht. Zu guter Letzt werden Online-Trugschlüsse und klassische Falsch- oder Fehleinschätzungen aufgedeckt.


Die ermittelten Ergebnisse unterstützen alle interessierten Marktbeteiligten bei der zukünftigen Konzeption und Realisation von strategischen und operativen Maßnahmen im touristisch orientierten Online-Sektor. Daher beschäftigt sich diese Studie auch ausschließlich mit der Touristikbranche und ihren Zukunftsaussichten im Internet.

Erhebungszeitraum und -ort:

Die letztes Jahr eingeführte Online-Befragung für einen Teil der Interview-Partner hat sich bewährt. Deswegen wurde dieses Instrument heuer weiter ausgebaut und verstärkt eingesetzt. Vor allem für die deutschsprachigen Anbieter erwies es sich als besonders praktikabel und nützlich. Erstmalig überstieg der Anteil der online Interviewten denjenigen der persönlich Befragten.


Für das persönliche Gespräch bot sich wie jedes Jahr die Internationale Tourismusbörse in Berlin an, die vom 16. bis 20. März stattfand. Da sich nirgendwo anders dermaßen viele Vertreter und Entscheider aus verschiedenen, internationalen Unternehmen oder Institutionen auf so engem Raum wiederfinden, bildet die ITB für die Studie einen unerläßlichen Pool an Wissen und Erfahrung ausländischer Anbieter. Diese Tatsache stellt gleichzeitig das besondere Plus der Web-Tourismus Studie dar, denn keine andere touristische Untersuchung deckt ein so breites internationales Fachpublikum ab. Wie jedes Jahr erfolgte die Datenerhebung auf der ITB durch ein Team von geschulten Interviewern an den beiden Fachbesuchertagen am 18. und 19. März 2002.


Der Hauptteil der Daten wurde durch den bereits erwähnten Online-Fragebogen erhoben. Diesen erhielten nur diejenigen, die sich vorab in einer entsprechenden Datenbank auf der Web-Tourismus-Internetseite registriert hatten. Somit handelte es sich dabei um eine Selbstrekrutierung aus den weiter unten beschriebenen Zielgruppen.

Zielgruppe:

Zielgruppe der diesjährigen Befragung waren wie üblich Reiseveranstalter (RV), Transportunternehmen (TU), Reisebüros (RB), und die jeweiligen nationalen touristischen Organisationen (NTOs). Grundlage bildeten dabei die Teilnehmer der letzten Jahre, um auch so eine Vergleichbarkeit der Daten weiterhin gewährleisten zu können. Doch auch dieses Jahr wurde der Befragungskreis nicht nur quantitativ um Befragungs-Teilnehmer erweitert (Tiefen-Erweiterung), sondern auch um Befragungs-Zielgruppen (Breiten-Erweiterung). So wurden außerdem Fremdenverkehrsämter (FVA), Beherbergungsunternehmen sowie die touristischen Ausbildungsstätten in die Hauptzielgruppe mit aufgenommen. Hinzu kamen die bereits erwähnten touristischen Experten.


Die quantitative Erweiterung des Befragungs-Teilnehmerkreises (Tiefen-Erweiterung) geschah nach dem Prinzip des „Konzentrationsverfahrens“ innerhalb der „bewußten Auswahl“ mit dem Anspruch, die jeweils größten bzw. bedeutendsten Marktteilnehmer der jeweiligen Branche als Interview-Partner zu gewinnen.
Bei den NTOs wurden, wie jedes Jahr, die aus deutscher Sicht wichtigsten Länder befragt. Neu hinzugenommen wurden diejenigen Nationen, die unter touristischen Marketingaspekten, eine zugkräftige Destination darstellen. Aber auch Länder, die in Zukunft das dafür nötige Entwicklungspotential aufweisen, wurden aufgenommen. In jedem Fall handelte es sich bei allen befragten NTOs - aus deutscher Sicht - um die wichtigsten und interessantesten Urlaubs- und Reiseländer. In Europa wurden bis auf das NTO Portugal, die Balkanstaaten sowie Weißrußland, Rußland und Lettland alle NTOs befragt.


Web-Tourismus 2002: Befragte NTOs in Europa


Bei der Auswahl der Reiseveranstalter und der Transportunternehmen waren in erster Linie die international agierenden, großen Unternehmen (Fluglinien, Autovermietungen, Reedereien, Schienenverkehr) von Interesse. Bei den Reiseveranstaltern sollten insbesondere die Meinungen und Aussagen der größten 50 deutschen Veranstalter in diese Studie mit einfließen. Um daher den touristischen Anbieter-Markt flächendeckender zu erfassen, wurden zusätzlich zahlreiche neue Interview-Partner für die jährliche Umfrage gewonnen. Die bereits angemeldeten Teilnehmer wurden daher um diejenigen von besonderer Bedeutung innerhalb ihrer Branche erweitert. Ziel war es die 50 größten deutschen Reiseveranstalter zu befragen, außerdem alle deutschen Fluglinien zu erfassen, die wichtigsten Mietwagen-Anbieter sowie die größten Hotelketten. Hinzu kamen Reedereien, sowie Anbieter des Schienenverkehrs. Die Deutsche Bahn als größtes Unternehmen ihrer Zunft lehnte leider eine Beteiligung unter „höflicher Ignoranz“ ab. Doch nicht in allen Fällen gelang dieser Anspruch. So wurden von den 50 größten Reiseveranstaltern 28 befragt (56%), wobei jedoch von den Top 17 alle bis auf den Veranstalter Phönix teilnahmen, was einer Gesamtmarkt-Abdeckung der Top 16 von immerhin 92,5% nach Umsatzmarktanteilen entspricht. Alle 28 befragten Reiseveranstalter der Top 50 vereinen sogar 94,0% der Umsatzmarktanteile auf sich, wodurch alle Aussagen, die in puncto Reiseveranstalter-Markt gemacht werden, als ausgesprochen gesichert und aussagekräftige anzusehen sind. Hinzugerechnet werden müssen außerdem die 32 kleineren Reiserveranstalter, die nach Marktanteilen nicht mehr in der Top 50 Liste geführt werden, dennoch aber erfreulicherweise an der Studie teilgenommen haben.


Um gesicherte Aussagen über den Stand bzw. die Entwicklung des Internets bei den touristischen Anbietern zu erhalten, wurden ausschließlich die verantwortlichen Personen für den Bereich Internet befragt. Sofern diese nicht zugegen waren oder es keine speziellen Verantwortlichen dafür gab, wurden Verantwortliche aus den Bereichen Marketing, PR oder die Geschäftsführung selbst zur Befragung herangezogen.

Studiendesign:

Grundlage der Studie bildet die Auswertung eines qualitativen und quantitativen Fragebogens. Die Datenerhebung fand via mündlicher und schriftlicher (online) Befragung statt.
Als Basis für den Fragebogen dienten die Fragen der letzten Jahre. Diese wurden zum größten Teil in exakt der gleichen Form übernommen, um eine maximale Vergleichbarkeit zu gewährleisten und Trends sichtbar machen zu können. Darüber hinaus konnten auf Grund der in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen einzelne Fragen weiterhin optimiert und ergänzt werden. Zudem wurden in das Fragespektrum zahlreiche neue Fragen aufgenommen, insbesondere jedoch wurde der Fragebereich Ecommerce erweitert. Durch die Aufstockung der Hauptbefragungs-Zielgruppen um Fremdenverkehrsämter, Beherbergungsunternehmen sowie touristische Ausbildungsstätten kamen auch neue branchenspezifische Fragen in den Fragebogen.


Auch in diesem Jahr wurde die Stichprobe erhöht. Es sei erwähnt, daß diese Studie designtechnisch keinen Anspruch auf Repräsentativität erhebt, sich in einzelnen Branchen jedoch mehr und mehr einer Vollstudie annähert. So genügt die Studie allein aus dem Aspekt heraus, daß die Stichprobe teilweise fast der Grundgesamtheit entspricht oder über 80% des Marktes deckt, allen Ansprüchen einer repräsentativen Studie.


Die Qualität der Daten und Ergebnisse der vorliegenden Studie ergibt sich aus der Tatsache, daß ausnahmslos Verantwortliche und Experten aus dem Bereich IT & Tourismus zu den wesentlichen Themen des Web-Tourismus' befragt wurden. Insgesamt konnten auf der ITB 83 Experteninterviews durchgeführt werden. Über den Weg der Online-Befragung wurden weitere 146 Personen erreicht, so daß eine endgültige Zahl von 229 Befragten als Basis (n) für diese Studie dient. Die Zusammensetzung der diesjährigen Stichprobe sowie die Verteilung auf die Befragungs-Zielgruppen ist der nachfolgenden Grafik zu entnehmen.

Web-Tourismus 2002: Zusammensetzng der Stichprobe

Aufbau des Fragebogens/Inhalt der Studie:

Der Fragebogen und damit gleichzeitig auch die Studie gliederte sich wie folgt:


  • a) Nach einer Einstiegsfrage, die einerseits einen Überblick über die generelle Onlinepräsenz der Befragten verschafft, andererseits die Befragten in die entsprechenden Stichproben-Zielgruppen einteilt, richtete sich der erste Teil des Fragebogens zunächst nur an diejenigen, die bereits mit einer eigenen Website im Internet vertreten sind. Es wurden Basisdaten, wie die Häufigkeit der Aktualisierung, die Anzahl der Seiten sowie die Seitenimpressionen (Page-Impressions) erhoben. Außerdem stehen vor allem Fragen zum Thema anvisierte und tatsächlich erreichte Online-Zielgruppe sowie die Kunden-Resonanz im Mittelpunkt.

    b) Der zweite Abschnitt diente ausschließlich der Feststellung allgemeiner Daten, z.B. wurden hier die Funktion des Befragten im Unternehmen, oder die Mitarbeiterzahl des Unternehmens ermittelt.

    c) Hier wurden alle diejenigen, die keine eigene Webseite besitzen, gebeten zu ihren Absichten bzgl. eines zukünftigen Internetauftritts Stellung zu nehmen..

Anschließend wurden alle Teilnehmer mit einem speziell auf ihre Branche zugeschnittenen Fragebogenteil untersucht. Dabei wurde in folgende Kategorien unterschieden: NTO, Fremdenverkehrsämter, Reiseveranstalter, Reisebüros, Transport- sowie Beherbergungsunternehmen.


  • - VII.
    Der zweite bis siebte Teil der Studie konzentrierte sich - je nach dem um welchen Befragungs-Kandidat es sich handelte - auf speziell für diese Kategorie entwickelte Fragen. Dabei standen Fragen zur inhaltlichen Angebotsleistung und -nutzung, der strategischen Ausrichtung, Services etc. im Vordergrund.

  • Im achten Fragenkomplex stand das Thema Ecommerce im Mittelpunkt. Diejenigen, die bereits Ecommerce anboten, sollten hier ihre E-Business-Leistungen und deren Akzeptanz bei den Nutzern konkretisieren und deren Erfolg und Zukunftsaussichten bewerten.

  • Im letzten Teil wurden alle Befragten, auch die, die angaben, keine eigene Website zu haben, zu ihren Zukunftseinschätzungen bzgl. der Bedeutung des Internet für den Tourismus sowie ihren Investitionsabsichten befragt.

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse:

  • Wichtige Definitionen zum (Web-)Tourismus finden Sie hier!

  • Der touristische Online-Umsatz der Gesamtbranche in Deutschland besaß im Jahr 2001 eine Größe von 2,06 Mrd. EURO. Im Jahr 2002 wird er allen Prognosen nach 2,66 Mrd. EURO betragen.

  • Im Jahr 2001 betrug in Deutschland der Online-Umsatz der Touristik (nur Online-Direktvertrieb der Reiseveranstalter) 163,5 Mio. EURO und entsprach damit allen Wachstumserwartungen des letzten Jahres. Für das Jahr 2002 kann in der Touristik mit einem Online-Umsatz von 222 Mio. EURO gerechnet werden.

Umsatzentwicklung Reisevertrieb und Online-Direktvertrieb Touristik 1999 -2005


  • Nur noch 1% der Befragten weiß nicht über seine Aktualisierungsrate Bescheid. Fast 90% hingegen halten ihre Webseite monatlich oder noch häufiger auf dem neusten Stand.

Wie oft wird Ihr Online-Angebot aktualisiert?


  • Inzwischen verzeichnen über 43% der Befragten mehr als 20.000 Page-Impressions pro Monat. Im Durchschnitt haben die Befragten monatlich sogar 48.000 Seitenaufrufe was umgerechnet täglich 1.600 Impressionen entspricht.

  • Über 40% pflegen ihren kompletten Online-Auftritt im eigenen Unternehmen, sei es mit oder ohne eigenständige Abteilung. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Großen im Markt.

  • Direkt-Marketing Maßnahmen räumten 51% der Befragten eine signifikant gestiegene Bedeutung für die Bewerbung ihrer Webseiten ein.

  • Das Partnermarketing (Affiliate-Marketing) verlor in der Gunst der Anbieter ein wenig und sackte auf 46% zurück.

  • Knapp 60% der Befragten ist sich inzwischen bewußt, daß eine exakte Zielgruppenorientierung die Grundbedingung für eine erfolgreiche Web-Präsenz ist. Nach wie vor ist bei über 40% dieses Bewußtsein noch nicht durchgedrungen.

  • Das Zielgruppen-Wunschbild der touristischen Unternehmen im Jahr 2002 besteht bevorzugt aus Surfern im Alter zwischen 30 und 50 Jahren mit deutlicher Tendenz zu eher älteren, finanzstärkeren, Kunden aus dem Segment der Jungen Alten. Dabei soll es sich vor allem um Führungskräfte, Selbständige und Angestellte handeln mit einem überwiegenden Interesse für Kultur-, Sport- oder Geschäftsreisen.

  • Etwa 7% waren nicht in der Lage sich dazu zu äußeren, ob sie neue Zielgruppen durch ihren Online-Auftritt erschlossen haben, da es keine verifizierbaren Daten darüber gäbe. Fast die Hälfte (48%) der Befragten erklärte, keine neuen Zielgruppen durch die Web-Präsenz gefunden zu haben.

  • Immerhin erhalten inzwischen über 40% von ihrem Provider statistisches Datenmaterial über die Webseitenbesuche. Eher nachdenklich stimmt, daß die Quote für periodische Untersuchungen zur Nützlichkeit des eigenen Online-Auftritts zwar wenigstens stagniert, hingegen jedoch Untersuchungen zur Kundenzufriedenheit abgenommen haben.

  • Erwartungsgemäß sind 80,3% der Befragten der sehr subjektiven Ansicht, daß die Kunden mit dem Online-Angebot zufrieden oder sehr zufrieden sind.

Welche Daten sind Ihnen über Ihre Web-Besucher bekannt?


  • Über 80% sind sich einig darin, daß die Attentate vom 11. September für die Touristikindustrie mehr oder minder starke negative wie positive Auswirkungen mit sich führten. Zahlreiche Anbieter antworteten, daß die Anschläge zwar negative Auswirkungen auf die Branche als Ganzes, jedoch positive Auswirkungen spezielle auf das eigene Unternehmen hatten.

  • Erwartungsgemäß ist es den NTOs am wichtigsten, im Internet Informationen bereitzustellen (40,8%). Der Bereich Marketing/Werbung als primärer Zweck stieg deutlich an (35,2%).

  • Besonders den Bereichen Broschürenbestellung, standardisiertes Feedback, Suchfunktion und Webcams messen die NTOs eine steigende Bedeutung bei und haben hier ihr Engagement besonders verstärkt.

  • Ähnlich wie ihre „Mütter“ die NTOs sieht ein Drittel der Fremdenverkehrsämter den primären Zweck ihres Online-Dasein in der Bereitstellung von Informationen begründet.

  • Die befragten Reiseveranstalter sind hauptsächlich auf spezielle Reiseangebote (52,6%) ausgerichtet. Das größte Wachstum verzeichnete allerdings die Konzentration auf spezielle Länder (35,1%) sowie auf spezielle Zielgruppen.

  • Die Reisebüros sehen ihren primären Zweck vor allem im Online-Vertrieb (46,2%). Zählt man die Bereitstellung von Services und Informationen zusammen (15,4%), so beziehen die Reisebüros am eindeutigsten Position, da sie sich nur auf drei der vorgegebenen zehn Kategorien konzentrieren.

  • War noch 2001 bezüglich der Unternehmensausrichtung von Transportunternehmen kein Schwerpunkt ersichtlich, so kristallisiert sich in diesem Jahr doch eine deutlich Ausrichtung auf spezielle Destinationen heraus (50%).

  • Die Rangreihenfolge der nachgefragten Inhalte bei den Transportunternehmen hat sich doch deutlich gegenüber 2001 verändert. Nur die Fahr- und Flugpläne mit 66,7% aller Nennungen liegen unangefochten auf Platz Eins.

  • Knapp über ein Drittel der befragten Beherbergungsunternehmen legte sich bei der strategischen Unternehmensausrichtung nicht fest und gab an sich online auf alles gleich zu konzentrieren.

  • Nach wie vor rangieren die Pauschalreisen (55,1%) sowie die Flugtickets (50%) an der Spitze aller angebotenen Reisedienstleistungen. Das deutlichste Wachstum gegenüber 2001 zeigten die Last-Minute-Reisen, die vom siebten Platz in 2001 auf den dritten Platz hochkletterten.

  • Das Bezahlen von Rechnungen im Internet bleibt weiterhin ein heikles Thema. In Deutschland herrschen im Vergleich zu den übrigen europäischen Ländern weit aus mehr Vorurteile gegenüber den neuen Zahlungsformen vor.

  • Die Kreditkarte erfreut sich in der Akzeptanz bei den Kunden einer immer größeren Beliebtheit (43,4%). Elektronische Zahlungsmittel werden laut Anbieter gar nicht nachgefragt.

  • 72% der Befragten, die auch eine Online-Buchung auf ihren Webseiten anbieten, wickeln ihre Aufträge über eine eigene Buchungsplattform ab. 28% nutzten die Buchungstools von Fremdanbietern.

  • Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, daß der Anteil des Online-Umsatz noch unter 2% ihres Gesamtumsatzes liegt.

  • Von den Reisebüros erwarten die Experten vor allem mehr Flexibilität und Freundlichkeit. Außerdem muß der Dienstleistungsgedanke auch in den Reisebüros entgültig Einzug halten.

Wieviel Prozent Ihres Umsatzes wird bereits online erwirtschaftet?



Online-Preis: 349,00 €*
Offline-Preis: 379,- €
ISBN: 3-9808057-2-7
* bei Versand ins europäische Ausland 9 € Portozuschlag

Bezug der Studie 2002:

Die komplette Studie 2002 ist als gebundenes Exemplar für 349,00 € bei Ulysses - Web-Tourismus zu beziehen. Die Untersuchung umfaßt 200 Seiten und beinhaltet 83 Farbabbildungen sowie 4 Farbtabellen. Im Bezugspreis sind bereits die Versandkosten enthalten, ebenso wie die gesetzliche Mehrwertssteuer von 7%. Bei Versand ins europäische Ausland müssen wir leider 9 € Portozuschlag erheben.


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Ansprechpartner

rossmann Beratung / Forschung:
Dr. Dominik Rossmann


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