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Tip des Monats Oktober 2009

Web 3.0 im Tourismus - Das semantische Web

Während manche Anbieter noch damit beschäftigt sind, die Möglichkeiten von Web 2.0 auszuschöpfen und für ihren Vorteil zu nutzen, werden bereits zahlreiche Beiträge zum Thema Web 3.0 oder „Semantisches Web“ verfaßt.


Was ist das semantische Web?

Seit einigen Jahren wird angekündigt, daß die semantische Suchtechnologie der nächste große Schritt in der Entwicklung des Internets ist. Das semantische Web ist eine Vision von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Webs. Es ist definiert als ein Netz von Daten, die sowohl direkt als auch indirekt von Maschinen verarbeitet werden können. Das heißt, daß Informationen beim semantischen Web nicht nur für den Menschen aufbereitet, sondern auch für Maschinen lesbar gemacht werden. Durch einheitliche Formate und Auszeichnungen wird Suchmaschinen-Crawlern erklärt, worum es sich bei einem Inhalt handelt und in welcher Beziehung dieser zu anderen Informationen steht. Eine semantische Suchmaschine soll verstehen können, welche Art von Objekt mit welchen spezifischen Merkmalen gesucht wird. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Bedeutung von Informationen für den Computer optimal verwertbar zu machen. Durch die Vereinheitlichung von Daten im Hintergrund lassen sich diese dann nach Belieben kombinieren, unabhängig davon, aus welcher Quelle sie kommen. Dadurch ist es möglich, Daten auch webseitenübergreifend abfragen und auswerten zu können. Damit sind sie nicht mehr nur isoliert pro Webseite verfügbar, sondern das gesamte Web verschmilzt zu einem großen Datenspeicher.

Ziel des Web 3.0 ist es, auf simple Fragen sofort nützliche Antworten zu bekommen, ohne zuvor lange Zeit Ergebnisse von Suchmaschinen durcharbeiten zu müssen. Im semantischen Web werden die Daten selbst Teil des Webs, sodaß sie unabhängig von Applikationen, Plattformen oder Domains verarbeitet werden können. Die im Web zur Verfügung stehenden Daten und Dokumente werden beim semantischen Web von Maschinen gelesen, verarbeitet, transformiert und auf sinnvolle Art zusammengestellt. Ein Semantic Web Agent basiert auf strukturierten Gruppen von Informationen und Regeln, die es ihm erlauben, die Beziehungen zwischen verschiedenen Datenressourcen zu „verstehen“. Damit ist gemeint, daß der Computer auf Basis der vorhandenen Informationen logische Verbindungen herstellen und Entscheidungen treffen kann.

Anwendbarkeit in der Tourismusbranche


Nimmt man ein Beispiel für die Tourismusbranche, so würde das bedeuten, daß man sofort brauchbare Antworten auf bestimmte Eingaben und Rahmenbedingungen erhält, ohne selbst langwierige Suchmaschinenergebnisse durchforsten zu müssen. Gibt man also beispielsweise die Kriterien ein, daß man für eine Reise ein Budget von 2000 Euro zur Verfügung hat, als Ehepaar mit Kind verreisen und an einem tropischen Ort Urlaub machen möchte, so erstellt das semantische Web im Idealfall ein auf diese Bedingungen zusammengestelltes Ferienpaket.

Ausblick

Sollte sich die Idee des semantischen Webs durchsetzen, würde die Nutzung des Internets für alle User nachdrücklich effizienter werden. Die Möglichkeiten, bei denen semantische Web-Technologien nutzbringend eingesetzt werden könnten, wären sehr vielfältig und reichen von der wissenschaftlichen Forschung, über Urlaubsplanung bis hin zum Einkauf.

Spannend in dem Zusammenhang bleibt allerdings die Frage wie das Web 4.0 aussieht.


Mehr zu diesem Thema:


  • http://www.drweb.de/magazin/die-zukunft-im-web-30-eine-vision/ (Zugriffsdatum: 19.05.2009)
  • http://netzwertig.com/2007/05/11/zn-semantisches-web-teil-1-was-steckt-hinter-dem-begriff/ (Zugriffsdatum: 02.06.2009)
  • http://www.trustyou.com/news/semantische-technologie (Zugriffsdatum: 02.06.2009)
  • http://www.altova.com/de/semantic_web.html (Zugriffsdatum: 02.06.2009)
  • Gary Heyes 2006

 

Web 2.0 im Tourismus

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