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Tip des Monats Juli 2008

Déformation professionell - wenn der Job zum Privatleben wird

Experten sprechen vom Phänomen „Déformation professionell“, also der deformierten Persönlichkeit, wenn der Beruf die Blickwinkel eines Menschen bestimmt. Der Ausdruck lehnt sich ironisch an die „Formation professionell“ (berufliche Bildung) an. Gerade in der Touristik ist das Identifikationspotential mit dem Job besonders hoch. Das Thema Urlaub wird von vielen als positiv und angenehm empfunden, so daß sie sich auch in ihrer Freizeit gerne damit beschäftigen. Reiseverkehrsleute verwechseln ihren Urlaub oftmals mit einer Info-Reise und testen die Einrichtungen sozusagen vorab für ihre Kunden. Laut einer Umfrage in der Branche können nur 15 Prozent der Expedienten Job und Privatleben trennen, 42 Prozent sehen sich hingegen in jeder Lebenslage als Reiseverkäufer. Gefährlich wird es, wenn die Déformation professionell zu einer eingeschränkten Sichtweise, einem unangemessenen Sozialverhalten oder sogar zu einem schleichenden „Unfehlbarkeitswahn“ führt. Bestimmt der Job das Privatleben, heißt es, die Alarmglocken zu schlagen!


So schaffen Sie sich Freiräume:


  • Wählen Sie „reiseferne“ Hobbys:
    Bei vielen Expedienten ist das Thema Reise Beruf und Hobby zugleich. Um abschalten zu können, ist es jedoch wichtig, auch Interessen zu haben, die nichts mit der Reisebranche zu tun haben. Das kann beispielsweise Sport, etwas Kreatives oder Musik sein.
  • Reisen Sie als Privatmensch:
    Machen Sie sich immer wieder bewußt, daß Sie nicht als Expedient reisen. Lassen Sie Aktenordner - und am besten auch den Laptop - bloß zu Hause! Wenn Sie für Ihre Kunden recherchieren möchten, dann nur an einem bestimmten Tag.
  • Lernen Sie „Nein“ zu sagen:
    Viele Reiseverkehrsleute können den Anfragen aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis nicht widerstehen. Sagen Sie ruhig auch einmal „nein“ oder schlagen Sie Ihren Bekannten vor, ins Büro zu einer persönlichen Beratung vorbei zu kommen.

Das Wichtigste ist: Nehmen Sie sich Zeit für sich! Eine Störung der Work-Life-Balance führt immer häufiger zu Burn-out-Syndromen, oder zu Problemen in der Familie. 


Mehr Infos:

  • Kolbatz, K.-P. (2005): Burn-out-Syndrom: Infarkt der Seele - wie ich aus meiner inneren Leere wieder heraus kam - Erzählungen eines Betroffenen. Norderstedt - BoD.
  • Schäfer, Heike (2008): „Laptop aus - jetzt ist Urlaub“. In: fvw international. Ausgabe 11/08, S. 40-41.
  • Kals, Ursula (2006): „Die seelischen Kosten der Karriere“. Online unter: http://berufundchance.fazjob.net.

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