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Tip des Monats Oktober 2006

Osteuropa

Richtige Umgangsformen sind nicht immer einfach zu beherrschen, doch ist ihre Berücksichtigung heute ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Ausübung und Pflege von privaten wie geschäftlichen Kontakten mit dem Ausland. Mit dem Beginn der Globalisierung erlebte auch das interkulturelle Marketing einen wahren Höhenflug. Doch genauso wichtig ist es auch das persönliche Verhalten den fremden Kulturen anzupassen, was leider vielmals noch übersehen wird. Sicherlich sind viele dieser Umgangsformen mit Klischees besetzt, doch besitzen sie oftmals einen wahren Kern.
Den wenigsten ist bewußt, daß sich allein in Europa die Umgangsformen bereits so stark unterscheiden, daß sie mitunter zu heftigen Stirnrunzeln bis sogar nicht wieder gutzumachenden Mißverständnissen führen können. Wenn dann auch noch ein Geschäftsauftrag davon abhängt ist dies doppelt problematisch, weil nicht nur derjenige der sprichwörtlich ins Fettnäpfchen gestiegen ist einen Imageverlust erleidet, sondern auch das betroffene Unternehmen.


Daher ist es wichtig sich über richtige Umgangsformen zu informieren. Web-Tourismus wird Ihnen in den kommenden Tips des Monats Zusammenfassungen, Tips und Hilfestellungen zu den wichtigsten Themen bereichen geben, damit Sie möglichst nicht ins Fettnäpfchen steigen.


Im letzten Monaten haben wir Ihnen bereits die wichtigsten Umgangsformen für den asiatischen Raum präsentiert. Diesmal stellen wir Ihnen die wichtigsten Spielregeln für Osteuropa vor.


Rußland

  • Zurückhaltendes Auftreten.
  • Respekt gegenüber den anderen zeigen.
  • Geschäfte sind eine ernste Sache, nicht zu locker und oberflächlich verhalten.
  • Persönliche Beziehung wichtig, Geschäft zunächst zweitrangig.
  • Geschäftserfolg hängt auch später vor allem von der persönliche Beziehung zwischen den Geschäftspartnern ab.
  • Geschäftsessen entscheidend für Kontakte, angenehme Atmosphäre, Zurückhaltung beim Alkohol denn die Russen sind sehr trinkfest.
  • Dolmetscher mitbringen, da Verhandlungen meist auf russisch stattfinden.
    Hohes Sicherheitsbedürfnis der russischen Geschäftspartner, Skepsis gegenüber unkonventionellen Lösungen.
  • Lange, ausdauernde Verhandlungen, Feilschen wie auf dem Bazar.
    Wenig Kompromißbereitschaft und Flexibilität, wird aber von Partnern erwartet.
  • Direktes Ansprechen von Themen und Problemen nach westlicher Art, aber ausgeprägter Stolz, daher Gesichtwahren und Respekt vom Geschäftspartner erhalten sehr wichtig.
  • Vielzahl ausführlicher Informationen gewünscht, aber nur erklären, nicht belehren.
  • Gespräche brauchen viel Zeit, werden häufig unterbrochen und nach hinten ausgedehnt.
  • Einer nach extrovertierten Theatralik, Gefühlsausbrüchen und Ungeduld mit Ruhe und Geduld begegnen.
  • Die staatliche Verwaltung Rußlands ist nach wie vor schwerfällig, denn der Kunde wird eher als lästiger Gast wahrgenommen. Daher sind auch hier „zwischenmenschliche“ und „prozeßbeschleunigende“ Kontakte daher sehr wichtig.
  • Zur freundlichen Begrüßung gibt es in Rußland einen langen Händedruck. Dieser wird nach kurzer Bekanntschaft durch Schulterklopfen unterstützt.

Polen

  • Mehr noch als in anderen Nationen ist Arroganz und Herablassung in Polen verpönt; private Einladungen sind unüblich, man schätzt die Trennung von Wohnzimmer und Schreibtisch.
  • Sehr gutes Benehmen wird in Polen hoch geschätzt. Komplimente und kleine Aufmerksamkeiten sind normal.
  • Hierarchische Rangfolgen werden stärker beachtet als in Deutschland, deshalb unbedingt alle akademischen Titel nennen.
  • Die Polen passen sich der westlichen Kleiderordnung an.
  • Polen ist der Wodka ein Muß. Ihn abzulehnen wäre ein Affront. Es reicht allerdings einmal mit anzustoßen. Das Glas muß, gerade als Frau, nicht geleert werden. „Trinksprüche sind sehr beliebt. Wer einen ausspricht, steigt in der Achtung der Polen“. 
  • Ein „Nein“ kennen sie nicht. Die Polen bringen mit stilistischen Mitteln wie Metaphern oder Ironie ihren Standpunkt zum Ausdruck.

Tschechien

  • Tschechen sind neuen Projekten und Zielen gegenüber grundsätzlich skeptisch eingestellt.
  • Ein großer Fauxpas ist es, in der Tschechischen Republik die aus der Zeit des Nationalsozialismus stammende Bezeichnung „Tschechei“ zu verwenden. Sagen Sie Tschechien oder Tschechische Republik.
  • Die Tschechen empfinden uns Deutsche oftmals als plump und überheblich. Mit einer vornehm zurückhaltenden Art werden Sie sich dort also eher Freunde machen.
  • Auch in Tschechien hört man - wie in Polen - meist kein klares „Nein“, sondern eher ein verbindliches - in unseren Augen jedoch oftmals schwammiges - „man wird sehen“.

Slowakei

  • Man muß gefaßt sein, daß Manager aufgrund ihres offenen Gemüts nicht ganz so diplomatisch agieren, wie man es vielleicht erwartet

Baltikum

  • In den baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen sollten Sie die Probleme mit der Integration der russischen Bevölkerung nicht ansprechen.
  • Vermeiden Sie auch, alle drei Staaten in einen Topf zu werfen, betonen Sie besser die jeweiligen nationalen Eigenheiten. Die historischen Stadtzentren von Tallin (Estland) und Vilnius (Litauen) gehören beispielsweise zum Weltkulturerbe und bieten sich als Small-Talk-Themen ideal an.
  • In den baltischen Ländern hingegen ist im geschäftlichen Umfeld ein Handschlag zur Begrüßung üblich. Weitere Berührungen darüber hinaus werden als Eindringen in die persönliche Distanzzone empfunden. Üben Sie Zurückhaltung im gesamten Auftreten, man gibt sich eher skandinavisch kühl.

Bulgarien

  • Hier sollten Sie bedenken, daß Bulgaren bei einer Absage mit dem Kopf nicken.

Rumänien

  • Perfektionismus in Verbindung mit einem gewissen Grad von Pessimismus charakterisieren das Geschäftsleben dort oftmals.
  • Ein starker Sinn für Freiheit und Familie ist spürbar.

Kroatien

  • Man besteht auf eine Anrede samt Titel
  • Eine korrekte Kleidung begleitet diesen Anspruch und gehört zumindest beim ersten Geschäftstreffen unbedingt dazu; man gibt sich gerne konservativ.

Allgemeine Umgangsformen in Asien
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Ansprechpartner

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