| Gehaltsstrukturen in der Tourismuswirtschaft |
Die Gehaltsstrukturen in der Tourismuswirtschaft sind im Durchschnitt leider immer noch als
relativ bescheiden anzusehen. Selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen, doch oft werden
die Absolventen der Hochschulen und Akademien von den niedrigen Einstiegsgehältern überrascht und
nicht selten genug frustriert.
In unmittelbarer Zukunft wird sich auch hieran nicht besonders viel ändern.
Doch schon mittelfristig wird auch die Tourismusbranche nicht umhinkommen, das Gehaltsniveau entsprechend anzuheben.
Allein mit Idealismus ist heute nicht mehr viel zu erreichen. In den letzten Jahrzehnten spekulierte vor allem die Touristikwirtschaft
mit dieser Lebenseinstellung, und viele Absolventen wollten einfach „in der Reisebranche“ tätig sein.
Allein der Nimbus sich mit dem Thema
„Urlaub und Verreisen“ zu beschäftigen und gegebenenfalls selbst „günstig verreisen zu können“ ließ viele über die bescheidenen Gehälter hinwegsehen. Davon profitierte die Branche lange
Jahre - in jeder Hinsicht.
Doch inzwischen ist es auch in der Touristik - trotz Boom - schwerer geworden.
Die Konkurrenz hat sich deutlich verschärft und dies bedeutet im Umkehrschluß, daß qualifizierteres Personal benötigt wird. Doch
qualifiziertes, hochwertiges Personal kostet seinen Preis. Dieser Entwicklung wird sich die Tourismuswirtschaft stellen müssen.
Beispielhaftes, durchschnittliches Brutto-Jahreseinkommen:
- Hotelfachmann/frau: 15.500 €
- Restaurantfachmann/frau: 15.500 €
- Reiseverkehrskaufmann/frau: 16.500 €
- Luftverkehrskaufmann/frau: 23.500 €
- Trainee (Reiseveranstalter mit Hochschulabschluß): 28.000 bis 31.000 €
- Staatliche Stellen (Kur, Fremdenverkehrsämter) zahlen nach BAT: 32.000 €
Wie ersichtlich wird, sind im allgemeinen die Gehaltsstrukturen recht
unattraktiv, weshalb sich ein Gutteil der Absolventen touristischer Studiengänge nach dem Abschluß für den Einstieg
in andere Dienstleistungsbranchen entscheidet - mit Recht.
Vergleichsweise gute Gehälter lassen sich nur im Bereich der Managementebene innerhalb der Tourismusindustrie oder beim Staat verdienen.
Mit Idealismus allein ist heute eben kaum mehr etwas zu erreichen!