| Berufsfelder in der Tourismuswirtschaft |
Europaweit betrachtet finden in kaum einer anderen Branche so viele Menschen Arbeit und Beschäftigung wie in den
Kern- und Randbereichen des Tourismus'.
Die Entwicklung unserer Gesellschaft von der klassischen Produktions- hin zur Dienstleistungsgesellschaft unterstützt diesen Trend. Schon heute arbeiten in Deutschland fast
2,8 Mio. direkt im Fremdenverkehr. Somit sind bereits mehr Menschen im Tourismus
beschäftigt als im Bauhauptgewerbe oder gar in der Automobilindustrie.
Betrachtet man die Reise- und Tourismuswirtschaft näher, so zeigt sich ein buntes Netzwerk von vielfältigen
Dienstleistungsangeboten. Dabei ergeben sich für den Interessierten und Arbeitswilligen in vielen Bereichen sowohl Chancen im In- als auch im Ausland.
Darunter fallen z.B. Tätigkeiten bei...
- Reisebüros und Reiseveranstaltern
- Transportunternehmen (Luft, Straße, Wasser, Schiene)
- Flughafengesellschaften
- Hotels, Ferienanlagen, Gaststätten
- Kongreß- und Messegesellschaften
- Kurbädern und Fremdenverkehrsämtern
- Freizeit- und Nationalparks
Zusätzlich gibt es noch eine Zahl von Tätigkeiten im Tourismus für die
keine gesetzlich geregelte Ausbildung besteht. In den meisten Fällen werden diese Jobs auch
„nur“ als vorübergehende Tätigkeit ausgeübt. Sie erlauben ein ungezwungenes, unverbindliches
„Hineinschnüffeln“ in die Branche, so kann jeder sehen ob ihm eine Tätigkeit in der Touristik liegt. Oftmals dienen gerade sie in hervorragender Weise als Einstieg in eine
spätere, feste, berufliche Tätigkeit im Tourismus. Unter solche Jobs fallen z.B.:
- Flugbegleiter/in
- Reiseleiter/in
- Gästebetreuer/in
- Animateur/in
Außerdem bieten sich noch zahlreiche Möglichkeiten in vielen der
Tourismusbranche nachgelagerten Dienstleistungsunternehmen
wie Reiseversicherungen, Autovermietung oder PR-Agenturen.
Berufsvoraussetzungen:
Für eine erfolgreiche Karriere in der Tourismuswirtschaft sind allerdings
einige, persönliche Voraussetzungen gefragt. Darunter fallen neben fundierten touristischen Fachkenntnissen vor allem
- Mobilität
- Flexibilität
- Fremdsprachenkenntnisse
- Servicebereitschaft
- Spaß und Freude im Umgang mit Menschen und
- ein „gewisses“ Maß an Allgemeinbildung
Anders als in anderen Dienstleistungsbereichen steht im Fremdenverkehr der menschliche
Kontakt, die Gästebetreuung, das Vertrauen und die Beratung im Vordergrund. Auch in Zukunft kann und wird dies nicht vollständig durch die Technik ersetzt werden.
Zwar stellt das Internet, der Web-Tourismus ganz allgemein, durch die neuen Möglichkeiten von virtuellen Welten sowie dem elektronische Kunden- und Geschäftsverkehr neue Herausforderungen für die Reisebranche dar, doch wird es den klassischen Arbeitsbereich in der Tourismusbranche
nie verdrängen. Vielmehr wird es neue Chancen für innovative Mitarbeiter und Unternehmen bieten.
Zusammenfassung:
Alle Anbieter touristischer Leistungen benötigen folglich
qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über die erforderliche betriebswirtschaftliche, sprachliche und geographische Fachkompetenz hinaus dazu fähig sein sollten, Kunden so zu beraten und zwischen Anbietern und Abnehmern der angebotenen Leistungen so zu vermitteln, daß
optimale Kundenzufriedenheit sowie der damit verbundene optimale Umsatz Hand in Hand gehen.