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Der Last-Minute-Reise-Boom der letzen Jahre ist ungebrochen - auch 2008. 31,1 Mio. Deutsche verreisten last-minute und gaben dafür rund 24,0 Mrd. Euro aus. Das sind die Kernergebnisse der repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Ulysses - Web-Tourismus jährlich ermittelt. Dazu wurden Anfang 2009 1.244 Personen befragt, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren stehen. Im Fokus der Untersuchung stand dabei wieder das Last-Minute-Reiseverhalten der Deutschen.
Im Vergleich zum letzten Jahr stieg die Zahl der durchgeführten Last-Minute-Reisen um sehr deutliche 75%. Die weitere Beliebtheitssteigerung der Last-Minute Reise kann neben allgemeinen, gesellschaftlichen Veränderungen auch auf den schwachen Dollarkurs, die günstige Lage der Feiertage und die globale Krise zurückgeführt werden, von der auch die privaten Haushalte bereits Ende 2008 betroffen waren. Auch 2008 bleibt Spanien das Last-Minute-Ziel Nummer eins der Deutschen, gefolgt von Italien. Beide Länder mußten zwar deutliche Marktanteilsverluste hinnehmen, konnten aber aufgrund der 2008 insgesamt sehr stark gestiegenen Zahl durchgeführter Last-Minute-Reisen ihre Absätze sowie auch die damit einhergehenden Umsätze steigern, insgesamt jedoch wuchsen sie deutlich unterproportional im Vergleich zum starken Anstieg im Last-Minute-Sektor. Die verlorenen Marktanteile fingen zum einen Deutschland, Österreich und Ägypten auf, aber auch „andere Destinationen“ und hier vornehmlich Fernreiseziele, die vom günstigen Dollarkurs profitierten.
Das Internet wird für den Vertrieb der Last-Minute-Reisen immer wichtiger. 2008 buchten 45,9 Prozent der Deutschen fast 20 Millionen Kurzfrist-Reisen online. Das Reisebüro als Buchungsort wurde erneut auf Platz zwei verwiesen. Die Stärke des Internets im Bereich der Last-Minute-Reisen ist daher gerade die 24h-Verfügbarkeit – die insbesondere bei einer kurzfristigen Reiseorganisation und -buchung zum entscheidenden Pluspunkt werden kann, so werden zum Beispiel 56% aller Last-Minute-Reisen die 2 bis 3 Tage vor Reiseantritt gebucht werden über das Internet organisiert, und nur knapp 25% via Reisebüro.
Auch 2009 dürfte die Zahl der Spontanverreisenden insgesamt ansteigen, denn die Deutschen sind so reiselustig wie seit Langem nicht mehr. Doch gerade in Krisenzeiten wollen sie die Deutschen so lange wie möglich offenhalten wohin die Reise geht, dafür stellt gerade die Last-Minute-Reise die ideale Reiseform dar.
Durchschnittlich gaben die Deutschen knapp über 550 Euro für ihren Last-Minute-Urlaub aus, das sind über 10% mehr als 2007, doch zeigen sich vor allem bei den Reiseausgaben klare Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Auch zwischen den Geschlechtern gibt es deutliche Differenzen.
Die LM-Reise-Häufigkeit betrug im Jahr 2008 somit 1,38. Das bedeutet, daß 2008 im Durchschnitt jeder Last-Minute-Reisende 1,38 Last-Minute-Reisen machte. Die Last-Minute-Reise-Intensität betrug 47,59%, d.h., daß 47,59% der Deutschen ab 14 Jahren 2008 eine Last-Minute-Reise durchgeführt haben.
ausführlicher in den laufenden Newslettern
zur Studie „Last-Minute-Reisen 2008“
zum Artikel „Last-Minute-Reisen 2007“
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